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Museum für Naturkunde Berlin
Wer sich in Deutschland für Naturkunde und prähistorische Knochenfunde interessiert, kommt am Deutschen Museum für Naturkunde in Berlin nicht vorbei. Mit über 25 Millionen Objekten, ist das „Humboldt“ Museum, wie es auch genannt wird, eins der weltweit Größten.
Das Gebäude wurde von 1985 bis 1989 vom Architekten August Tiede erbaut. Seine Fassade lässt Renaissance Architektur und Elemente des Barock erkennen. Man entschied sich sehr schnell für ein neues Konzept der Präsentation, das die Schausammlung und die Hauptsammlung trennte. Dies wurde später von vielen anderen Museen übernommen. 1914 bis 1917 wurde ein zweiter Quertrackt angebaut. Durch die Beschädigungen im zweiten Weltkrieg, ist das Bauwerk bis heute sanierungsbedürftig. Die Sammlung wird auf ihren Beginn mit dem Bau der Universität „Unter den Linden“ 1810 datiert und umfasste schon damals viele Mineralien und Präparate.
Durch die Forschungen Humboldts kam das Museum nach seinem Tod auch zu Arbeiten von dem berühmten Gelehrten. Schon 1875 sollen sich über 600.000 Objekte im Besitz des Museums befunden haben. 1905 kaufte die Leitung die weltweit größte Sammlung von Schmetterlingen aus dem Nachlass von Otto Staudinger. Zwischen 1993 und 1994 wurde das Museum als Zentralmuseum der Humboldt Universität neu organisiert und mit einer größeren Forschungsabteilung ausgestattet.
Die Ausstellung ist unter anderem für sein einmaliges Dinosaurierskelett bekannt. Das Skelett des „Brachiosaurus brancai“ ist das größte aufgebaute der Welt. Ebenfalls sehr bekannt und unter Forschern sehr beliebtes Objekt, ist das erhaltene Skelett eines „Archaeopteryx“. Vom Museum empfohlen ist auch die Entwicklung des Erdferkels oder das Diorama der bayrischen Alpen. Besonders Stolz ist man ebenfalls, die drittgrößte Sammlung von Meteoriten den Zuschauern präsentieren zu dürfen.
Das Museum legt besonderen Wert auf die „Biodiversitätsforschung“, also die Forschung, die sich mit Artenvielfalt und ökologischen Veränderungen samt ihrer Auswirkungen auf die Natur befasst. Die Biogeographie, Paläökologie und die frühe Entwicklung der Sonnensysteme sind ebenfalls Gebiete auf denen neue Erkenntnisse erworben werden. Der Direktion ist es ein Anliegen, dass auf den Gebieten der Forschung schneller viel mehr Erkenntnisse gewonnen werden können, da zum Beispiel erst 10 Prozent der Fauna und Flora der Welt entdeckt und katalogisiert worden ist. Die Natur verändert sich stetig und jedes Jahr sterben Tierarten aus, ohne dass sie vorher bekannt gewesen sind.
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