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Tiroler Landesmuseum
Das Tiroler Landesmuseum wird auch Ferdinandeum, nach dem Erzherzog Ferdinand, genannt. Das Museum hat seinen Sitz in Innsbruck und bietet sieben Sammlungen in drei Häusern. Neben der Vor- und Frühgeschichtlichen, so wie der römischen Sammlung, umfasst die Ausstellung eine kunstgeschichtliche, eine graphische, eine Musikalien, eine historische, eine naturwissenschaftliche Sammlung und eine Bibliothek.
Organisiert ist das Museum in drei Gebäuden, die neben dem eigentlichen Museum auch das Zeughaus und ein extra Gebäude für die naturwissenschaftliche Sammlung umfasst. Das Museum ist 1823 gegründet worden und ist heute Eigentum des ortsansässigen, eigenen Vereins.
Die Aufgabe der vor- und frühgeschichtlichen Sammlung ist das Sammeln und Bewahren prähistorischer, römischer, mittelalterlicher und neuzeitlicher Funde, so wie ihrer
Dokumentation. Ausgestellt sind Ausgrabungen aus der Stein-, Bronze-, Eisen- und Römerzeit sowie Stücke aus dem frühen Mittelalter von Tirol.
Die Arbeit erstreckt sich über eine Forschungsabteilung und auch pädagogische Betreuung von Schulen, studentischen Gruppen und Einzelpersonen. Die kunstgeschichtliche Sammlung zeigt Gemälde und Skulpturen in einer Ausstellung mit Schwerpunkt Tirol. Darunter befinden sich Werke Cranachs des Älteren und einige Gemälde Rembrandts. 1976 wurde die graphische Abteilung zur eigenständigen Sammlung umfunktioniert.
Handzeichnungen und Werke sämtlicher
graphischer Techniken, so wie Fotographie und neue Medien werden in der Ausstellung gezeigt. Die Werke sind mit Schwerpunkt Tirol eingeschränkt und werden durch Videokunst ergänzt. Musikgeschichte und Musiktradition, so wie musikalische Erforschung von Tiroler Klangkunst werden in der Musiksammlung vorgestellt. Die historische Sammlung im Zeughaus führt Sonderausstellungen zu bestimmten Themen durch und erforscht Objekte auf Herkunft und Zeitzuweisung. Auch diese Stücke sind auf die Geschichte Tirols fokussiert.
Neben einer mineralogischen und geologischen Datenbank, verfügt die naturwissenschaftliche Sammlung über ein Dokumentationszentrum für Säugetiere, Vogelarten, Schmetterlinge und Käfer Tirols. Neben der Katalogisierung von verschiedenen Forschungsobjekten, erstellt die Abteilung „Rote Listen" für gefährdete Tier- und Pflanzenarten Tirols. Hier finden auch wechselnde Ausstellungen statt. Neben Tirol umfasst das Sammlungsgebiet auch den gesamten Alpenraum und andere europäische Gebirgsregionen.
Die Spezialbibliothek für tirolische Landeskunde gibt auch eigene Publikationen in Auftrag.
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